Bisnode-Studie zum Weltfrauentag

08 Mär 2018

Die Schweiz hinkt beim Einfluss der Frauen auf die Volkswirtschaft hinterher

Die Schweiz hinkt beim Einfluss der Frauen auf die Volkswirtschaft hinterher

Der Bisnode Index of Women Influence (BIWI) spiegelt den Einfluss von Frauen auf die Volkswirtschaft in elf europäischen Ländern wider. Er weist der Schweiz einen unterdurchschnittlichen weiblichen Einfluss auf die Binnenwirtschaft aus.

Rechtzeitig zum Weltfrauentag präsentiert die Schweiz-Niederlassung des internationalen Bonitätsdienstleisters Bisnode den aktuellen Bisnode Index of Women Influence (BIWI) 2018. Der BIWI ist ein von Bisnode entwickelter Index, der den Einfluss von Frauen auf die jeweilige Volkswirtschaft in elf europäischen Ländern – Österreich, Kroatien, Tschechien, Deutschland, Ungarn, Norwegen, Polen, Serbien, Slowakei, Slowenien und der Schweiz – betrachtet. Vier zentrale Parameter spiegeln wider, inwieweit weibliche Führungskräfte die Geschicke von Unternehmen beeinflussen:

  • der Anteil von Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern am Gesamtmarkt (wobei ausschlaggebend für die Wertung als ein Unternehmen, das von Frauen geleitet wird, zumindest ein weiblicher Geschäftsführer oder ein weiblicher Eigentümer ist)
  • die Mitarbeiterzahl in Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern im Vergleich zum Gesamtmarkt
  • der Umsatz von Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern im Vergleich zum Gesamtmarkt
  • der Gewinn von Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern im Vergleich zum Gesamtmarkt

Der durchschnittliche Einfluss der Frauen auf die Volkswirtschaft in den elf untersuchten europäischen Ländern bildet den Basis-BIWI von 100. Länder mit einem BIWI-Wert über 100 zeichnen sich durch einen vergleichsweise grösseren Einfluss von Frauen auf die jeweilige Volkswirtschaft aus, während Frauen in Ländern mit einem BIWI-Wert unter 100 einen vergleichsweise geringeren Einfluss auf die Binnenwirtschaft haben.

Die Schweiz landet im BIWI der untersuchten Volkswirtschaften im Hintertreffen

Für die Schweiz weist der BIWI 2018 mit 78.1 keinen erfreulichen Wert aus. Sie klassiert sich damit weit unter dem Durchschnitt der untersuchten Länder und belegt vor Tschechien den zweitletzten Platz. Den grössten Einfluss der untersuchten Länder haben Frauen in Slowenien mit einem BIWI-Wert von 127,6 vor Ungarn mit einem BIWI-Wert von 124 und Österreich mit 106.6. Wie die Schweiz und Tschechien haben auch die Slowakei (83,3), Norwegen (85,9), Kroatien (89,9) und Serbien (93,2) einen Aufholbedarf. Einen mehr oder minder durchschnittlichen BIWI-Wert weisst Polen mit 98,5 auf.

Bei den vier Parametern liegt die Schweiz mit Rängen zwischen 8 und 11 stets im Hinterfeld.

  • Anteil von Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern am Gesamtmarkt: Rang 10
  • Mitarbeiterzahl in Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern: Rang 11
  • Umsatz von Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern: Rang 8
  • Gewinn von Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern: Rang 10

Weibliche Führungskräfte haben in der Schweiz keinen positiven Einfluss auf den Umsatz

Dass sich die Schweiz hinsichtlich des Einflusses der Frauen auf die Volkswirtschaft auf keinem guten Weg befindet, verdeutlichen tiefergehende Analysen der Bisnode-BIWI-Studie.

  • Die Mitarbeiterzahl in Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern in der Schweiz ist im Durchschnitt um 31 Prozent tiefer als die Mitarbeiterzahl in Unternehmen mit männlichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern. In acht der elf untersuchten europäischen Volkswirtschaften ist die Mitarbeiterzahl in Unternehmen mit männlichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern höher als die generelle Mitarbeiterzahl in Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern.
  • Der Umsatz in Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern in der Schweiz ist im Durchschnitt um 12 Prozent tiefer als der Umsatz in Unternehmen mit männlichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern.
  • Der Gewinn in Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern in der Schweiz ist im Durchschnitt um 50 Prozent niedriger als der Umsatz in Unternehmen mit männlichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern. Slowenien ist das einzige Land der untersuchten Volkswirtschaften, in dem der durchschnittliche Gewinn in Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern höher ist, als der Umsatz in Unternehmen mit männlichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern – nämlich um 9 Prozent.

Über Bisnode:

Bisnode D&B (www.bisnode.ch) ist ein führender europäischer Anbieter für Data & Analytics. Bisnode unterstützt Unternehmen dabei, Kunden zu finden und über den gesamten Kundenlebenszyklus zu managen. Mit dem Smart Data Ansatz von Bisnode können Unternehmen ihren Umsatz steigern und Verluste minimieren. Bisnode D&B ist der grösste strategische Partner von Dun & Bradstreet, dem globalen Anbieter von Wirtschaftsinformationen. Die Bisnode Gruppe mit Hauptsitz in Stockholm beschäftigt rund 2'100 MitarbeiterInnen in 18 Ländern.

Bitte zitieren Sie Bisnode als Wirtschaftsinformationsdienst. 

Studie: Bisnode index of women infulence Europe

Studie: Bisnode index of women infulence Europe

Der Bisnode Index of Women Influence (BIWI) 2018 steht hier als Whitepaper (in englischer Sprache) zum Download bereit.

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