Presse Studie

Nur 3'811 Firmenpleiten im 2020: Die Corona-Zombies lauern!

04 Jan 2021

Im Gesamtjahr 2020 kam es in der Schweiz zu 3'811 Unternehmensinsolvenzen. Dies sind 880 Fälle weniger als noch im Vorjahr, was einer Abnahme um 19 Prozent entspricht. Offenbar wurden durch die staatlichen Corona-Unterstützungen viele «Zombie»-Unternehmungen geschaffen. Dies sind Firmen, die im Normalfall eigentlich bereits in den Konkurs geschlittert wären und nun nur aufgrund der Finanzspritzen vorerst weiterleben. Doch der Zeitpunkt wird kommen, an dem ihre Liquidität zu Ende geht und die Pleite nicht mehr abgewendet werden kann.

Im Vergleich zum Vorjahr fand der stärkste Rückgang der Unternehmensinsolvenzen bei den Handwerksbetrieben (-174 Fälle) und im Gastgewerbe (-124 Fälle) statt. Auch im Einzelhandel (-68 Fälle) und im Grosshandel (-66 Fälle) scheinen die Corona-Unterstützungen viele Konkurse herausgezögert zu haben.

Die Neugründungen stiegen 2020 weiterhin an. Insgesamt liessen Unternehmer*innen 46'779 neue Firmen im Handelsregister eintragen. Dies ist eine Zunahme um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Lesen Sie die Studie:

Konkurse und Gründungen per Dezember 2020

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