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Ihre IoT-Anwendungen profitieren von gutem Stammdatenmanagement

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In unserem letzten Artikel haben wir gezeigt, wie wichtig Stammdatenmanagement für die digitale Transformation und Digitalisierung ist. Doch auch für Ihre IoT-Anwendungen sind Stammdaten relevant.

Das Internet of Things und wie Sie es für Ihr Unternehmen einsetzen

Der Begriff "Internet of Things" geht auf Kevin Ashton zurück. Er beschreibt eine Infrastruktur, in der viele Maschinen und Geräte mit Sensoren ausgestattet sind und Messungen vornehmen, die zentral in der Cloud ausgewertet werden können. Ein Kühlschrank mit IoT-Funktion sagt beispielsweise seinem Besitzer, dass bald die Milch leer ist. Dann müsste der Besitzer allerdings noch selbst einkaufen gehen. Im Sinne der Automatisierung von Prozessen wäre es praktischer, wenn der Kühlschrank gleich online neue Milch bestellt, sobald der Sensor ihm die Information gibt, dass die Milch aufgebraucht ist. Solche Prozesse heißen auch "Smart Home"-Konzepte.

Dieses Beispiel aus dem privaten Bereich lässt sich auch auf die Zukunft von Unternehmen übertragen, die in ihrem Wertschöpfungsprozess Produkte herstellen. Bei diesem "Industrial Internet of Things" prüfen Sensoren an Maschinen in jedem Produktionsschritt in Echtzeit verschiedene Faktoren ab: Ist noch genügend Material für ihre Produktionsabläufe vorhanden? In welchem Zustand befindet sich die Maschine und ist bald eine Wartung nötig? Auch hier gibt es viel Automatisierungspotenzial zur Unterstützung der unternehmensinternen ERP-Systeme und der Logistik durch Lösungen mit künstlicher Intelligenz. Eine wichtige Basis für erfolgreiche Automatisierungsstrategien im Rahmen der Industrie 4.0 oder "Smart Industry" ist das Stammdatenmanagement. Denn nur mit korrekten und aktuellen Stammdaten (englisch: Master Data) können Sie Prozesse automatisieren.

Datenqualität der Stammdaten als Kernziel für erfolgreiche IoT-Anwendungen

Die beste Automatisierung kann nicht gelingen, wenn die Stammdaten veraltet, fehlerhaft oder nicht vorhanden sind. Wenn wir beim Beispiel der Produktionskette bleiben: Für jede Maschine gibt es Stammdaten wie passende Ersatzteile, das Baujahr und die benötigten Produktionsmaterialien, damit die Maschine korrekt arbeiten kann. Wenn eine dieser Stammdaten in den IT-Systemen falsch hinterlegt ist, entstehen Fehler bei der Bestellung von Ersatzteilen, beim Wartungszyklus und bei der Bestückung, die für Unternehmen kostspielig werden können.

Um sicherzugehen, dass jeder Datensatz im Unternehmen korrekt und aktuell ist, sollten IT-Abteilungen die Infrastruktur für erfolgreiches Stammdatenmanagement zur Verfügung stellen. Diese Prozesse sind fehleranfällig, wenn sie allein menschlich erfolgen. Wenn Sie eine zentrale Datenbasis im Unternehmen einsetzen, können Sie Probleme mit Ihren Stammdaten vermeiden.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Stammdaten für Ihre IoT-Anwendungen geeignet sind?

Bei der händischen Eingabe von Stammdaten kann es schnell zu Fehlern kommen, z.B. durch Falscheingaben, Verwechslungen und weiteren Unachtsamkeiten. Dabei ist es oft nicht nötig, dass Sie die Datensätze manuell eingeben. Nutzen Sie stattdessen Datenquellen, um den Abruf der Daten zu automatisieren. Hersteller bieten im Internet oft digitale Informationen zu ihren Maschinen an, die bereits alle Daten beinhalten, die Sie für Ihre Stammdaten benötigen. Importieren Sie diese über eine Schnittstelle in Ihr Management-System, um eine wichtige Fehlerquelle abzustellen. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning zur automatisierten Prüfung bereits eingegebener Stammdaten bietet sich an. Die Programme suchen dabei Unstimmigkeiten zwischen Ihren Stammdaten und den offiziellen Herstellerangaben und bieten Ihnen damit eine gute Gelegenheit, Ihre Datensätze zu optimieren.

Welche Vorteile bieten Ihnen gute Stammdaten für Ihre IoT-Anwendungen?

IoT-Anwendungen bringen Ihrem Unternehmen viele Vorteile. Wenn Sie sie geschickt entlang Ihrer Wertschöpfungskette einsetzen, können Sie Ihre Wartungs- und Bestellprozesse optimieren. Die Maschinen stellen dank IoT-Sensorik selbst fest, wann eine Wartung, eine Nachbestellung für Ersatzteile oder für Produktionsmaterialien nötig sind. Dann erfolgt die Bestellung oder Beauftragung im Voraus. So verhindern Sie Engpässe. Gleichzeitig bestellen Sie erst, wenn es nötig ist. Dank dieses Konzepts der "Smart Factory" brauchen Sie keine große Lagerhaltung, sondern bestellen "Just-in-Time". Ihr Kapital ist im Lager nicht unnötig gebunden und Sie können das Geld für andere Innovationen nutzen.

Auch abseits der Wertschöpfungskette ist IoT-Software von Vorteil. Selbst im Büro können Drucker und andere Peripheriegeräte dank IoT Ersatztoner, Papier und Wartungstermine in Auftrag geben. So verhindern Sie, dass Ihr Büro mangels Toner wichtige Dokumente nicht drucken kann. Big Data kommt auch der Vernetzung Ihres Unternehmens zugute. Einzelne Abteilungen werden durch IoT-Integration besser verknüpft und arbeiten besser zusammen. Wenn Sie wichtige Entscheidungen zur Wertschöpfung und zu Produktionsprozessen treffen, können Sie dies datenbasiert tun. Durch IoT-Software stehen Ihnen viele Daten direkt aus der Produktion zur Verfügung und Sie können diese analysieren, um herauszufinden, wo Optimierungspotenzial besteht. So können Sie Ihre Strategie und die Ausrichtung Ihres Unternehmens auf Basis Ihrer Daten vornehmen.

Wie erhalte ich eine hohe Stammdatenqualität für meine IoT-Anwendungen?

Jedes Unternehmen besitzt bereits heute Stammdaten. Vielleicht haben Sie bereits Software zum Stammdatenmanagement im Einsatz. Diese Daten sollten Sie zunächst darauf prüfen, ob Sie korrekt und aktuell sind. Dann können Sie diese als Basis für Ihre IoT-Projekte verwenden. Befragen Sie Ihre Mitarbeiter einzeln oder IT-basiert, wo sich in Ihrem Unternehmen durch zu späte Bestellung von Ersatzteilen oder Produktionsmaterial bzw. zu späte Beauftragung von Wartungsterminen Engpässe bilden. Finden Sie auch heraus, welche Daten aus der Produktion Ihnen bisher nicht zur Verfügung stehen und in welchem Produktionsschritt diese anfallen. Dort sollten Sie mit IoT-Projekten ansetzen.

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